Action Kornettenlager Späher

Als Belohnung für die viele Zeit, welche die Kornetten aufbringen und die hervorragende Arbeit, die sie leisten, gab es ein Lager das voll auf Action und Abenteuer ausgelegt war. Wir starteten um 14:00 Uhr beim Pfadiheim mit dem Möderspiel und fuhren gleich darauf nach Dafins, wo wir parkten. Da in der Ausschreibung eine klar definierte Packliste stand, die nur aus dem wirklich notwendigsten Bestand, bekamen die Kornetten jeweils noch zusätzlich ein Survival-Set, ein Klettergeschirr, einen Karabiner und allgemeine Sachen für die Gruppe wie zum Beispiel eine Wanderkarte und ein Seil.

So ausgestattet machten wir uns also von der Kirche Dafins auf, in Richtung Frödisch Tobel. Nach einer Weile gab es die Aufgabe Zunder und Anzündhilfen zu sammeln, da dies am Abend für ein Feuer sicher hilfreich sein wird.

Das Übernachtungs-Ziel war die andere Seite des Frödisch Tobels auf einer Wiese unterhalb Viktorsberg Richtung Pöpiswies. Es war noch nicht ganz klar, wie wir von Dafins auf Viktorsberg kommen sollten. Also wandern wir einfach so lange Luftlinie Richtung Fluss bis es nicht mehr weiter ging. Ein steiler Abhang versperrte uns das Weiterkommen und so mussten wir uns zweimal abseilen bis wir endlich das Bachbett erreichten. Fluss abwärts wandernd stießen wir dann auch schon auf das nächste Hindernis: einen scheinbar unüberwindbaren Wasserfall, der rauschend in die Tiefe stürzte. Doch war es für das eingespielte Team  dank gekonnter Abseiltechnik kein Problem den Wasserfall zu überwinden und am Fusse des ersten Wasserfalls, den zweiten Wasserfall mit ein wenig Klettergeschick zu überwinden.

Nachdem wir die Wasserfälle hinter uns hatten, kamen wir mittels gut platzierten großen Steinen halbwegs trockenen Fusses auf die andere Uferseite. Eigentlich wollten wir uns hier ein kleines wärmendes Feuer machen um uns für den Abend Feuerdosen und Zunderstoff herzustellen. Doch durch die einsetzende Dämmerung blieb uns nichts anderes übrig als das frisch aufflämmende Feuer wieder auszutreten und weiter zu maschieren.

Das nächste Hindernis lies nicht lange auf sich warten und ein erneutes Überqueren des Flusses stand uns bevor. Ein quer über den Fluss gestürzter Baum diente uns als Brücke. Balancierend, robbend und immer das wilde Wasser unter sich spürend, meisterten wir auch dieses Hindernis und standen vor einer steil abfallenden Böschung bei mittlerweile sehr starker Dunkelheit. Es galt also: Stirnlampen aus den Rucksäcken und nochmals die letzten Energiereserven zu mobilisieren um den strengen Anstieg ohne Fehltritte heil zu überstehen.

Nachdem wir endlich aus dem Wald heraus kamen fanden wir uns in mitten einer großen Wiese wieder, auf der ein paar Bäume standen und uns als Wind- und Sichtschutz dienten. Der angrenzende Wald lieferte genug Holz und mit den zuvor gesammelten Anzündhilfen, war das Feuer schnell entfacht. Leider plagte uns der Hunger und weil niemand etwas Essbares dabei hatte, stellten die Leiter eine Seilfalle auf, die schon gleich darauf zuschnappte und uns Würste, Kartoffeln, Brot und als Nachspeise sogar Schokolade fing.

So gestärkt, verbrachten wir einen schönen unterhaltsamen Abend am Lagerfeuer, mit der ständigen Aussicht vor Augen, dass wir wohl keinen Unterschlupf mehr bauen werden und somit unter freiem Himmel im Schlafsack übernachten müssten. Um dem Morgentau und der stechenden Kälte etwas zu entgehen, machten wir uns dann schlussendlich doch noch auf und verbarrikadierten uns in einem leer stehenden Heustadel. Auf wenigen Quadratmetern ließen wir uns nieder und verbrachten zusammengepfercht wie Sardinen in der Dose, in einem zugigen kalten Stadel, die bitterkalte Nacht.

Gerädert von der Nacht wachten wir in aller Frühe auf, Frühstückten und machten uns auf den Rückweg. Glücklicherweise war ein Wanderweg mit nur einer Stunde zurück angeschrieben. So kamen wir nach einer Stunde Wanderung geschlaucht aber mit vielen schönen Eindrücken und Erlebnissen reicher bei den Autos an. Nun hieß es nur noch: Ab ins Heim und nach Hause. Doch wiederum kam alles anders als geplant, denn als Abschlussspiel wurde "Wresling-Fischer welche Fahne weht" und "King of the Hill extreme" gewünscht... Überraschenderweise konnte nochmals jeder ungeahnte Kräfte zum Vorschein bringen.

Stehend vor Dreck und triefend vom Schweiß verabschiedeten wir uns und ein fantastisches und erlebnisreiches Action-Kornettenlager fand seinen Abschluss.

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