Sola Piemont 2013

Mit etwas Verspätung und einer daher eigentlich nicht eingehaltenen „Drohung“, man werde PÜNKTLICH abfahren und NICHT WARTEN, starteten wir am Donnerstag am frühen Abend vom Parkplatz des Werks 3 aus in Richtung Piemont.

Alle waren guter Laune – wer wäre das nicht, wenn ihm drei Tage voller Spaß, Spannung und Überraschung bevorstehen. Dementsprechend lustig war auch die Busfahrt. Nach unserer Pause in Bellinzona meinte einer der „Gweiher“ „so, etz fangamar abar a richtig Bier trinka“J

Nach der fünfstündigen Busfahrt erreichten wir unseren Zielort Casorzo, wo wir unsere Unterkunft (Casa RuetzJ - ein Dank an dieser Stelle für das „Zur Verfügung stellen“!!!) bezogen. Die Schlafplatzsuche und Einrichtung desselben schien vorerst eine logistische Herausforderung zu sein. Bis jeder zufrieden war, verging einige Zeit. Schlussendlich aber fand jeder einen Ort zum Schlafen. Und so begann der gemütlichere Teil des Abends...

 

Da das gesamte Haus recht hellhörig war und das Badezimmer in unserem Appartement leider über keine Klotür verfügte, sondern nur ein sogenannter „Klovorhang“ vorhanden war, wussten wir nach der ersten Nacht schon mehr voneinander als uns lieb war und einige spielten danach leidenschaftlich BINGO. J

Am Freitag stand eine gemütliche Wanderung auf dem Programm. Wir starteten um 12h, wanderten gemütlich durch Weinberge und genossen die „hilly“ Landschaft. Und nicht vergessen – „Überall inneluaga! Wer woaß, was din isch“J In einer kleinen Ortschaft stärkten wir uns mit Espressi, Cappuci und dem hervorragenden Hauswein, bevor wir die nächste Etappe unserer Wanderung angingen. An einem idyllischen Plätzchen beschloss das Team einen Stopp einzulegen und eines der Highlights des Lagers fand statt. Yu-Ting wurde das „Rankler Tüachle“ überreicht. Ganz traditionell mit Lagerfeuer (das Holz und die „Feuerschale“ schleppte Günter die ganze Zeit im Rucksack mit!), Gesang und Versprechen wurde diese Zeremonie begangen. Otto, der als unser Altpfadiführer die Ehre hatte,  Yu-Ting das Tüachle zu überreichen, und Yu-Ting waren in diesem sehr schönen und speziellen Moment gleich nervös und ergriffen! Im Namen aller Altpfadfinder gratuliere ich Yu-Ting nochmals und denke, ich spreche für alle, wenn ich sage, dass sie sich im letzten Jahr zu einem nicht mehr wegzudenkenden Mitglied unserer Gemeinschaft gemacht hat und wir sehr stolz und froh sind, sie zu kennen.

Nach diesem berührenden Lagerfeuer stärkten wir uns mit einem reichhaltigen Picknick für den Rest der Wanderung. Das Ziel war die Ortschaft Moncalvo, wo der Bus schon auf uns wartete und uns zum Weingut „Gaudio“ brachte. Dort genossen wir eine Weinverkostung. Neben dem Probieren der Weine (und Grappa) kamen auch das Lachen und die Gespräche über Blumenwiesen und etwaige andere interessante Themen nicht zu kurz. J Helmut, unser Busfahrer, brachte uns, nachdem noch die eine oder andere Flasche Wein Zugang zum Kofferraum unseres Busses gefunden hatte, sicher wieder zurück nach Casorzo. Um Mitternacht folgte auch schon ein weiterer Höhepunkt – Sigis Geburtstag! Ich möchte an dieser Stelle nicht anmerken, wie alt er geworden ist, aber ich denke, die Bezeichnung „Altpfadi“ trifft es ganz gut. J Es wurde natürlich ein „Happy Birthday“ gesungen und ein Geburtstagskuchen mit vielen Kerzen verzehrt! Den doch schon fortgeschrittenen Abend ließen wir  gemütlich bei weiterem Bier, Wein und Gesang ausklingen. Beim letzten Lied „Dschingis Khan“ wurde sogar extra noch mit den Füßen gestampft, damit diejenigen, die eigentlich früher schlafen wollten, auch mitbekamen, wie lange es die Letzten aushielten.J

Auch das Kulturelle und Kulinarische kam in diesem Lager nicht zu kurz. Am Samstag ging es nach Asti, wo die einen auf dem Markt „powershopping“ betrieben, andere sich gleich in eine Bar setzten und wieder andere das gute Mittelmaß fanden. Am Nachmittag erhielten wir eine Stadtführung, wo wir z.B. über das alljährlich stattfindende Pferderennen informiert wurden, die Kathedrale der Jungfrau Maria und die Kollegiatskirche des San Secondo besichtigten. Nach diesem anstrengend Teil des Tages ging es zurück in die Casa Ruetz, wo wir uns entspannten und Kräfte für den Abend sammelten. Uns stand nämlich ein 7-gängiges piemontesisches Menü bevor. In einem Restaurant in „unserer“ Ortschaft ließen wir uns verwöhnen und genossen das üppige Mahl. Es war der krönende Abschluss eines glorreichen Tages! Mehr schlecht als recht schleppten wir uns nachhause, weil unsere Bäuche mit all diesen Köstlichkeiten vollgefressen waren. Darum ging dieser letzte Abend auch eher „früh“ zu Ende und jeder fiel müde und satt in sein Bett.

Am Sonntag hieß es  zusammenräumen, putzen und das Haus auf Vordermann bringen. Als alles und alle im Bus verladen waren, traten wir die Heimreise an. Wieder machten wir Halt an der Raststätte in Bellinzona und ein weiteres Mal in diesem Lager wurden unsere Lachmuskeln strapaziert, da es doch einiges Lustiges zu beobachten gab.J

Um 17h erreichten wir glücklich, aber müde das Pfadiheim. Nachdem auch hier alles wieder verräumt war, machten sich die einen gleich auf den Heimweg und andere ließen das Lager noch im Rankler Hof bei einem Bier ausklingen.

Es war ein rundum gelungenes und hervorragendes Lager! D-A-N-K-E an das Organisationsteam, es war sensationell!!!!!

Gut Pfad

Christiane