Geschichte der Pfadfindergruppe Rankweil

1946 – 1953

Erwin Nohr gründete 1946 die erste Pfadfindergruppe in Rankweil. Feldkircher Pfadfinderführer unterstützten die junge Gruppe. Mit großer Begeisterung fand in Übersaxen das erste Pfingstlager statt. Die Patrullstunden wurden im Gasthof Kreuz abgehalten. Durch den Dienst und die Versetzung Erwin Nohrs ergaben sich große Schwierigkeiten für die Gruppe. Die Buben fanden Anschluss bei der Gruppe Feldkirch II und besuchten dort die Patrull- und Truppstunden.

1947 ergab sich die Möglichkeit Anschluss an die Gruppe Levis zu finden. Mit dieser Gruppe fand auch das erste Sommerlager der Rankweiler Pfadfinder in Brand/Zalim statt.

1948 kehrte Georg Grassmayer von der Kriegsgefangenschaft zurück und übernahm die Führung der Gruppe. In diesem Jahr wurde auch das erste Wolfsrudel gegründet. Das Sommerlager fand in Laterns statt.

Am 7. Weltjamboree 1951 in Bad Ischl nahmen auch 7 Rankweiler Pfadfinder teil.
1953 wurden noch 10 Pfadfinder in Rankweil registriert, doch am 14.3. stellte die Gruppe ihren Betrieb endgültig ein.

 

1960 – 1975

1960 verwirklichte Dr. Hans Günther Himmer, begeisterter Pfadfinder aus Feldkirch, seine Idee in Rankweil eine Pfadfindergruppe zu gründen. Als der erste Elternratsobmann der neuen Gruppe seinen Keller zur Verfügung stellte, konnte mit den ersten zwei Patrullen (Wolf und Wildtauben) begonnen werden. Mit Hilfe der Feldkircher Pfadfinder überstand man die ersten Jahre und 1962 fand in Schönebach (Bregenzerwald) das erste Sommerlager statt. Inzwischen war auch eine Wölflingsstufe dazugekommen, die in Furx ihr erstes Sommerlager erlebte.

Als Ende 1962 die Bürgermusik Rankweil aus dem „Musikhüsle" auszog konnte das „Musikhüsle" bezogen werden. Die kath. Jungmännerrunde machte es möglich, dass die Wölflinge einen großen Raum Alten Kino benützen konnten. 1964 wurde erstmals die  Roverstufe in Rankweil gegründet.

1968 erfolgte der Spatenstich zum ersten, eigenen Rankweiler Pfadiheim. Die Freude auf das eigene Heim und der Baufortschritt begeisterten die ganze Gruppe. Doch bald hatte die Gruppe einige Sorgen durch das fehlende Geld und den damit zusammenhängenden Baufortschritt. Die Rover waren bald zum Bautrupp geworden und hatten im pfadfinderischen Sinne zu bestehen aufgehört.

Inzwischen hatten andere Gruppen in Österreich eine neue Stufe (Explorer) eingeführt – 1970 wurden die Explorer auch in Rankweil gegründet. Nun gab es 4 Stufen: Wölflinge, Pfadfinder die später als Späher bezeichnet wurden, Explorer und Rover (existierten in Rankweil nicht mehr).

1972 konnte der Heimbau nach vierjähriger Bautätigkeit fertiggestellt und am 22.10.1972 eingeweiht werden. Die vielen Heimstunden die seit 1968 im Rohbau, später im halbfertigen, unmöblierten und ungeheizten Heim abgehalten wurden, hatten große Auswirkungen auf die Gruppe. Außerdem ließ die finanzielle Belastung keine Möglichkeit zu das total veraltete Zeltmaterial auszutauschen. 1974 hatte die Rankweiler Pfadfindergruppe auch wieder eine neue Roverstufe und die Schuldentilgung war absehbar.

 

1975 - 1999

1975 trat Dr. Peter Mück an die Stelle von Dr. Hans Günther Himmer und übernahm die Gruppenführung.

Im Jahre 1976 entschloss man sich die erste Mädchenstufe (Wichtel) zu gründen. Die Gruppe war größer geworden und es entstand eine Pergola und ein Lagerraum für Kisten und Material. Nachdem einige Wichtel der Alterstufe entwachsen waren, gründete man 1978 die Guides. 1979 konnte der Heimumbau abgeschlossen werden.

1980 wurde die nächste Mädchenstufe – die Caravelles – ins Leben gerufen. 1982 gründete man die Ranger als letzte Mädchenstufe. In diesem Jahr wurden auch zum ersten Mal Altpfadfinder gegründet. Eine Vereinigung von ehemaligen Pfadfindern.

1983 wurde die Gruppenzeitung MAMPFLA ins Leben gerufen. Die MAMPFLA ist ein Blatt das Informationen und Berichte rund um die Rankweiler Pfadfindergruppe enthält.

1985: 25 Jahre Pfadfindergruppe Rankweil. Zum Jubiläum wurde eine aufwendige Festschrift herausgebracht, in der einerseits die Geschichte der Gruppe festgehalten als auch zu pfadfinderischen Themen Stellung genommen wurde. Als Dank an die Rankweiler Bevölkerung über all die Jahre wurde in Rankweil/Bifang eine Kapelle gebaut. Das eigentliche Fest war vom 20. bis 22. September 1985.

Am 13. Februar 1986 verstarb die Nachbarin von unserem Heim und vermachte der Pfadfindergruppe Rankweil einen Teil ihrer an unser Grundstück angrenzenden Wiese.

Im Sommer 1991 wurde ein gemeinsames Lager aller Jugendstufen in Norddeutschland durchgeführt.

Am 11. März 1992 verstarb der Gründer der jetzt bestehenden Pfadfindergruppe in Rankweil Hans-Günther Himmer. Er war Gruppenfeldmeister und stellvertretender Landesfeldmeister, später Elternratsobmann bei den Rankler Pfadfindern und Vizepräsident der Vorarlberger Pfadfinder.

1992 wurde der Papierschopf gebaut.

Im Pfadfinderjahr 1992/93 wurden von der Pfadfindergruppe Rankweil die Voraussetzungen für eine Getreidemühle in Rumänien geschaffen. Diese Mühle war für die ganze Region Alba Julia unbedingt notwendig und half zudem mit, die Versorgung von behinderten Kindern finanziell abzusichern.

Als die Gemeinde Rankweil mit der Gemeinde Kostjukowka in Weißrussland eine Partnerschaft eingegangen waren, kam alsbald der Gedanke auf, die Pfadfinder könnten zu dieser Partnerschaft etwas beitragen. Es wurde die Idee herangetragen eine Pfadfindergruppe in Gomel zu unterstützen. In der Meinung einer bestehenden Gruppe helfen zu können, fuhren acht Rankweiler PfadfinderführerInnen mit einem ausgearbeiteten Unterstützungsprogramm nach Weißrussland. Die Voraussetzungen waren andere. Die Unterstützung konnte nicht so wie geplant durchgeführt werden, dennoch wurde versucht einige der Ziele unter den neuen Gegebenheiten zu verwirklichen.

Im Herbst 1994 konnte mit Sepp Schwab endlich wieder ein Elternratsobmann gefunden werden. Mit dem neuen Obmann wurde auch der Elternrat neu zusammengesetzt.

Im Sommer 1995 fand das erste Gruppenlager „Burg 95“ der Pfadfindergruppe Rankweil statt. Über 250 Kinder und Jugendliche erlebten in Tragwein/Reichenstein, Oberösterreich ein wunderschönes Lager.

1997 – 1998 Bau des neuen Heims.

 

2000 - heute

2005 Gruppenlager Techuana
2010 Gruppenlager ober Stufen in Norddeutschland
2011 Eröffnung Erweiterungsbau

Im Herbst 2012 übernehmen Nicole Mayer und David Huber die Gruppenleitung von Peter Mück.

Im Herbst 2014 feiern wir unser 60 jähriges bestehen

Im Februar 2015 wird Stephan Frick zum Elternratsobmann gewählt

Im Juli 2015 fährt die Pfadfindergruppe mit 300 Teilnehmern ins Großlager zur "Burg Lohra" nach Deutschland