Raphael in Tani

Leider komm ich erst nach 3 Monaten zu meinem ersten Bericht. Es gab in der Anfangszeit so viel Neues zu entdecken und auch zu tun. Deshalb diese Verspätung. Ich werde ab jetzt alle 3 Monate einen neuen Bericht auf die HP stellen. :)

Ich bin am 16. November am Abend in Phnom Penh angekommen. Dort wurde ich gleich beim Ausstieg aus dem Flugzeug von einer Hitzewelle getroffen und die Stadt kann man sich gar nicht vorstellen, wenn man nicht dort war. Der Verkehr ist das Wahnsinnigste dort! Am nächsten Tag sind wir (der ehemalige Zivildiener und zwei Volontärinnen) nach Tani ins Kinderdorf gefahren. Die Fahrt dauerte schöne zwei Stunden durch die wunderbare Landschaft von Kambodscha. Reisfelder, Palmen und nochmals Reisfelder.

Im Kinderdorf angekommen, wurde ich von allen herzlich begrüsst. Die nächsten Tage wurde ich von Felix, dem vorherigen Zivildiener herumgeführt und er hat mir erklärt was die Aufgaben des Zivildieners sind. Später habe ich noch mit ihm seine letzten offenen Aufgaben erledigt.  Ein absolutes Highlight war die Reisernte. Zuerst wird der Reis geschnitten und dann ein paar Tage noch weiter getrocknet. Die getrockneten Reishalme werden dann auf einer Pritsche geschlagen und der Reis fällt aus den Halmen.

Im Dezember und Jänner haben die Arbeiter des Kinderdorfs und ich mich um den Garten und die Farm gekümmert. Es ist beeindruckend wie Kambodschaner mit der Kuh Felder pflügen. Es sieht sehr leicht aus, ist aber voll schwer, zumindest für uns Europäer.

Mittlerweile arbeite ich an der Homepage von Tani, da diese Mal auf Vordermann gebracht werden sollte. Einen Elektroworkshop habe ich auch schon grob vorbereitet. Dieser Elektroworkshop soll den Arbeitern und den ältern Burschen helfen, Elektrizität zu verstehen und Hausinstallationen zu machen. Im Moment wissen die Leute hier nur, dass Strom weh tut und sie haben extreme Angst davor.

Zwischendurch bereiten die Volontärinnen und ich immer wieder Freizeitprogramm für die Kinder vor, da es oft passiert, dass der Lehrer nicht in der Schule ist oder er früher nach Hause geht.
Hier versuche ich immer wieder Elemente einzubauen, welche ich bei den Spähern gelernt habe.
DANKE SPÄHERLEITER!

In meiner Freizeit war ich schon mit einem der Arbeiter in der Nacht jagen. Das war ein Erlebnis. Mit Steinschleuder und Widerhakenstange Jagd auf Schlangen, Mäuse und andere Tiere. Das war der Hammer.

Der Leiter des Kinderdorfs, Bunthol, war mehrere Jahre bei den Pfadfindern hier in Kambodscha. Ich wollte schon Kontakt mit den Pfadfindern per Mail aufnehmen. Bis jetzt noch kein Erfolg, jedoch habe ich eine Adresse vom Büro in Phnom Penh. Bunthol hat mir schon gesagt, dass wenn wir das nächste Mal dort sind, mal vorbei schauen werden. Ich hoffe, dass sich dann was ergibt.

Gut Pfad und schöne Grüße aus Kambodscha

Raphael

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