Seit mehreren Jahren sammeln die Vorarlberger Pfadfinderinnen und Pfadfinder die in ganz Vorarlberg bekannten Albanien Paketen. Seit Ende Oktober sind nun alle Pfadfinder wieder dazu aufgerufen, ein solch wichtiges Albanien Paket zu füllen.

Wenn wir einen kleinen Blick in die Schachtel wagen, sehen wir z.B.: eine Zahnbürste, Zahncreme, eine Kerze, Stifte und Hefte für die Schule, ... oder auch ein Kuscheltier und eine Zeichnung der Kinder die das Paket gefüllt haben.

Wie ihr sicher merkt, für uns ganz „normale“ und vielleicht unwichtige Gegenstände. Den Kindern in Albanien bedeutet es aber sehr, sehr viel. Sie warten jedes Jahr mit großer Vorfreude auf den Tag, an dem Vorarlberger Pfadfinder zu ihnen nach Albanien kommen und die Pakete verteilen.

Solch ein großes strahlen in den Augen der Kinder zu sehen, ist eine richtige Freude.

Auch von uns Rankweiler Pfadfinder waren bereits mehrere Leiter in Albanien Vorort und haben bei der Verteilung mitgeholfen. Ihre Geschichten gehen oft tief unter die Haut.

Es freut uns auch riesig, das die Schüler der Klasse 4b der Volksschule Rankweil Markt und die Kinder des Kindergarten Übersaxen uns heuer bei dieser Albanien Paket Aktion unterstützen.

Wir möchten uns schon im Vorfeld bei allen Fleißigen Kindern, Jugendlichen, Leitern, Altpfadfinder, Gildepfadfinder und natürlich auch Eltern für ihren Einsatz bedanken.

Gut Pfad

Die Gruppenleitung

Ich habe wieder viele neue Erfahrungen gemacht. Nun bin ich schon ein halbes Jahr da und habe somit Halbzeit hier in Tani. Die Zeit hier vergeht wie im Flug. Es kommt mir vor als ob ich erst ein paar Wochen hier wäre.

Nach meinem ersten Bericht bin ich mit der Volontärin Miriam, die auch hier im Kinderdorf arbeitet, nach Laos gefahren.
Bevor wir nach Laos sind, haben wir uns einen Tag lang den umstrittenen Tempel „Preah Vihear“ angeschaut. Schon seit Jahren streiten sich Kambodscha und Thailand um diese Tempelanlage. Da diese Anlage direkt an der Grenze zu Thailand ist, behauptet Thailand, dass diese Tempelanlage noch zu Thailand gehört.
Trotz den vielen Waffenschächten und Soldaten ist die Tempelanlage einer der beeindruckensten Komplexe die ich je gesehen habe.
Nun freue mich umso mehr auf Angkor, das ich im August mit meiner Freundin bereisen werde.

Danach sind wir mit einem Auto nach Stung Treng (die letzte größere Stadt in Kambodscha zur Grenze zu Laos), haben den Mekong mit einer Fähre überquert und sind dann mit dem Bus nach Pakse in Laos. Da gerade zu dieser Zeit ein hochrangiger Mönch in Laos gestorben ist, war Pakse total voll und wir konnten kein Guesthouse oder Hotel mehr finden. Zwei Kambodschanern, einem Japanern und drei Schwedinnen erging es gleich und wir campierten gemeinsam in einem Park in Pakse.
Am nächsten Tag sind wir weiter in die Haupstadt von Laos, Vientiane.
Mir gefiel die Stadt sehr gut. Sie ist zwar klein, aber hat unglaubliche Pagoden und Tempel. Zudem liegt die Stadt direkt am Mekong. Dort haben wir uns dann in einem kleinen Reisebüro die Reise nach Vang Vieng gesichert.
Vang Vieng ist unbeschreiblich. Die Landschaft wie in einem Bilderbuch. WOW!
In Vang Vieng haben wir uns ein Moped ausgeliehen und sind etwas umher gefahren. Unter anderem auch in den Dschungel um einen faszinierenden Wasserfall anzusehen.
Nach drei Tagen in Vang Vieng sind wir dann wieder zurück nach Vientiane und dann mit einem Nachtbus nach Phnom Penh.

Laos hat mir wirklich sehr gut gefallen. Wenn man schon längere Zeit hier ist, fängt man an die Länder der Region zu vergleichen. Wir beide haben festgestellt, dass Laos infrastrukturtechnisch schon weiterentwickelt ist als Kambodscha. Zum Beispiel hatten wir niemals Stromausfall in Laos, das passiert an den wenigsten Tagen in Kambodscha. Was ein krasser Unterschied ist, ist dass es öffentliche Verkehrsmittel in Vientiane gibt. In Kambodscha gibt es keine öffentlichen Verkehrsmittel.

Laos ist auf jeden Fall nur zu empfehlen! Das Land ist wunderschön und die Leute sehr nett! Die Sprache ist ähnlich wie Khmer, jedoch verstand kein Laote, wenn wir Khmer etwas fragten. Wir versuchten es immer wieder mit Englisch und Khmer – meistens ist es auf Gestik ausgelaufen :D

Im Kinderdorf ist auch einiges voran gegangen. Seit Beginn hat mich das Müllproblem in Kambodscha schon etwas gestört. Nun haben wir überall im Kinderdorf Müllkübel für Bio-, Kunststoff- und Metall und Glas Müll aufgestellt. Zudem habe ich kleine Boxen für die Batterien gemacht. Die Batterien wurden zuvor einfach ins Feuer geworfen, wie es hier in Kambodscha üblich ist.
Kurz vor der Regenzeit, also Ende April, haben wir eine kleine Überdachung für unsere Holzkohle gemacht und den alten Platz gesäubert. Zuvor lag die Kohle immer im Regen und die Hausmütter hatten Probleme beim Kochen. Das müsste nun gelöst sein ;)
Mit den Kindern war ich einige Male laufen. Den Höhepunkt hatten wir Ende Mai, als wir auf einen der „Hausberge“ von Tani gewandert sind. Wir haben ein lebendiges Huhn mitgenommen, dass dann geschlachtet wurde. Zudem haben wir noch etwas Fleisch, Saucen und Gewürze mitgenommen. Das Feuer zum Kochen haben wir natürlich mit einem Funkenstein gemacht. Sie zeigten mir dann eine super Technik um das Fleisch und die Hühnerstücke zu grillen. Auf den Fotos müsste man es eh ganz gut erkennen :)
Nachdem Essen sind wir dann ganz nach oben auf den Berg, wo wir einen super Ausblick genossen.

In meiner Freizeit war ich wieder ein paar Mal jagen mit den Arbeitern des Kinderdorfs. Mit einem Arbeiter gingen wir auf Hasenjagd. Er zeigte mir eine faszinierende Technik um die Hasen zu fangen. Mittlerweile hat er schon über fünf Hasen gefangen. Er lädt mich dann immer zum Essen ein, wenn er wieder einen gefangen hat.
Mit einem anderen Arbeiter aus dem Kinderdorf haben wir Anfang Mai eine ca. 1,40m lange Giftschlange gefangen und dann auch gleich verspeist. Das sind Erfahrungen, die ich nie wieder vergessen werde :)

Ein weiters wichtiges Event in Tani war Khmer Neujahr Mitte April. Fast alle Kinder sind zu ihren Verwandten gegangen. Für die Kinder, die im Kinderdorf geblieben sind, haben sich zwei Hausmütter gekümmert. Wir, also die Volontärin Miriam und ich, sind dann eigentlich jeden Tag zur Pagode mit den Kindern. Dort versammeln sich alle und es wird gebetet und gefeiert. Die Kinder hatten eine Riesenfreude bei der Pagode und sie haben immer gefragt, wann wir denn wieder zur Pagode gehen.

Ich hoffe, dass ich euch einen kleinen Einblick in mein Leben in Tani geben konnte. Auf jeden Fall freue ich mich schon wieder riesig auf euch alle! :)

Viele liebe Grüße aus Tani
Gut Pfad
Raphael

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Seit meinem letzten Bericht ist wieder eine erlebnisreiche Zeit vergangen und ich bin in fast zwei Monaten schon wieder zu Hause.
In dieser Zeit habe ich Kambodscha um einiges besser kennengelernt. Zum einen gibt es aus dem Kinderdorf wieder viele Neuigkeiten und zum anderen hatte ich einen super Kambodscha Urlaub mit meiner Freundin – im Urlaub habe ich leider auch die negativen Seiten Kambodschas zu spüren bekommen, dazu später mehr.

Ich möchte mich nochmals recht herzlich bei euch für den Rundenlauf bedanken!!! Das war ja der absoulte Wahsinn. Ich hätte euch gerne etwas mehr unterstützt! Die Überraschung war riesig als ich das Ergebnis sah! Einfach nur super!!! Vielen, vielen Dank für diese tolle Unterstützung!

Mitte Juni habe ich einen Elektroworkshop für die Arbeiter und die größeren Burschen vorbereitet und dann auch gemacht. Zuerst habe ich ein Handbuch für alle zusammen gestellt, damit sie auch später nachlesen können, wenn sie etwas nicht mehr genau wissen.
Das Handbuch ist ganz allgemein gehalten und behandelt Fragen wie: Was ist Strom und Spannung? Wie verwendet man ein Multimeter und wie misst man damit? Wie wählt man den richtigen Leitungsquerschnitt und die richtigen Sicherungen? Wie baut man einen einfachen Hausverteiler auf? Was für Installationsschaltungen gibt es?
In Tani hat dann ein Übersetzer das Handbuch von Englisch auf Khmer übersetzt.
Nach einigen Theoriestunden kamen dann die praktischen Übungen. Dazu habe ich ein Übungsboard aufgebaut, auf dem wir dann verschiedene Schaltungen aufgebaut und das Multimeter zur Überprüfung verwendet haben.
Alle waren sehr interessiert und haben auch nach den Stunden noch über verschiedene Themen diskutiert. Immer wenn eine „elektrische Arbeit“ ansteht, wollen die Bursch dabei sein, um mir zu helfen und das Gelernte anwenden können.

Ende Juni sind Miriam (Volontärin), Bunthol (Leiter des Kinderdorfs), zwei Kinder und ich die Großmütter der zwei Kinder besuchen gefahren. Eine der Großmütter wohnt ganz gut bei einer anderen bekannten Familie. Diese Familie kümmert sich sehr gut um die Großmutter. Wobei die andere Großmutter sehr arm lebt. Sie hat nur ein kleines Haus aus eigen geflochtenen Palmblättern und ein altes rostzerfressenes Dach. Jeder Kambodschaner hat vor seinem Haus eine Art Liege – auch diese war in einem sehr schlechten Zustand.
Wir haben uns dann dazu entschlossen ihr zu helfen, indem wir ihr ein neues Dach und die Reperatur finanzierten und auch die Arbeit machten.
Wir haben dann das ganze Material besorgt und sind zu ihr gefahren. Zuerst wurde das alte Dach runtergenommen und die neuen Bleche montiert. Danach haben wir das Bett repariert. Es ging sehr rasch, da uns auch einige der Nachbarn geholfen haben.
In naher Zukunft werden wir ihr noch ein kleines Klohäuschen dazubauen.

Anfang Juni haben dann Miriam (Volontärin) und ich eine Woche lang mit den Kindern verschiedene Spiele gespielt. Das ganze war wie ein Wettbewerb aufgebaut bei dem man verschiedene Sachpreise gewinnen konnte. Dazu haben wir die Kinder in verschiedene Gruppen eingeteilt. In den Gruppen gab es dann dem Alter entsprechende Spiele. Bei den kleineren waren es eher Spiele, wie Sackhüpfen, Ball an die Wand und Eierlauf, wobei die größeren unter anderem Volleyball, Federball und Radrennen hatten.
Am Ende der Woche gad es eine große Siegerehrung, bei der alle eine Urkunde bekamen. Die Plätze eins bis drei jeder Gruppe bekamen Sachpreise wie MP3-Player, Spiele, etc. Alle waren immer voll motiviert, was uns natürlich sehr freute.

Dann kam auch schon der große Container aus Österreich. Die Organisation eines LKWs vom Hafen in Sihanoukville nach Tani stellte sich auch als eine eigene Herausforderung heraus. Jedoch regelte Bunthol das alles so super, dass es zu keinen Problemen kam.
Am 15. Juli war er dann endlich in Tani – jedoch nicht im Kinderdorf, sondern auf der Straße zum Kinderdorf, da der LKW mit dem Container zu groß für unsere Straße war. Danach machten wir uns sofort an das Entladen und Verstauen des ganzen Materials.
In großen Holzkisten war sehr viel Stoff und Kleidung, das dann die Hausmütter gleich verstauten. Zudem haben wir sehr viele Nähmaschinen bekommen – hier möchte ich mich noch bei einer Altpfadi bedanken, die eine Nähmaschine an mich addressiert hat. Leider kann ich nicht nähen und habe die Nähmaschine an die Kinder weitergeleitet – die können das super!
Es war auch sehr viel Material für das neue Haus dabei – Gartenmöbel, Leuchten, Stühle, Türen, etc.
Was die Kinder sehr begeisterte waren die ganzen, unter anderem auch neue, Fahrräder. Jeder rannte gleich zu den Fahrrädern und wollte eines aussuchen – mittlerweile haben wir schon einige der Fahrräder verteilt. Der nächste Zivildiener ist ein „Radprofi“, der dann alle Fahrräder unter die Lupe nehmen wird und Reperaturen übernehmen wird.
Mein Geschenk war eine Solaranlage, mit der ich dann gleich darauf mit dem Aufbau begonnen habe. Noch ist nicht alles fertig installiert, aber in ein paar Wochen sollte dann alles fertig sein und wir verwenden Solarstrom im Kinderdorf und sparen uns somit die hohen Strompreise Kambodschas.

Im August kam dann endlich der langersehnte Urlaub mit Trinidad durch Kambodscha. Wir starteten in Phnom Penh und sind dann am nächsten Tag gleich weiter nach Battambang – eine kleine ruhige Provinzhaupstadt im Norden Kambodschas, fast an der Grenze zu Thailand. Von dort sind wir dann weiter nach Siem Reap.
In Sieam Reap waren wir im Cambodian Culture Village. In diesem Museum kann man alle kulturellen Aspekte Kambodschas sehen. Von Buddhismus zur Angkor Zeit zum Islam in Kambodscha. Zudem gibt es dort auch Miniaturnachbildungen von allen wichtigen Gebäuden und Anlagen Kambodschas. Dort waren wir relativ lange, da das ganze Gelände recht groß ist.
Am nächsten morgen sind wir dann nach Angkor! WOW! Angkor ist einfach nur mächtig! Ein Wahsinn, was die Menschheit dort erschaffen hat. Am ersten Tag waren wir beim berühmteste aller Tempel : Angkor Wat. Extrem steile Stufen und ein unglaubliches Bauwerk. Am nächsten Tag haben wir dann noch einige Tempel in Angkor Thom angesehen.
Nach Sieam Reap gings dann nach Sihanoukville ganz in den Süden Kambodschas. Dort geschah dann das Unglück, dass man uns die Tasche am Strand geraubt hat mit allen Karten, Geld und Kamera. Dann erstmal zur Polizei – natürlich muss man dort zuerst mal bezahlen, damit der Polizist einen Stift in die Hand nimmt und bis heute haben wir noch keine Verlustanzeige bekommen.
Daraufhin haben wir uns entschieden, dass wir drei Tage nach Koh Rong, auf eine Insel vor Sihanoukville gehen. Dort war es einfach nur wunderschön – weißer Sandstrand, türkises Meer. Einfach unglaublich. Mit der Fähre sind wir dann wieder zurück nach Sihanoukville und dann mit dem Taxi nach Tani.
Der Urlaub war trotz des Zwischenfalls super und ich habe andere Regionen Kambodschas gesehen. Im Hotel waren immer alle total begeistert, dass ich ein bisschen Khmer mit ihnen geredet habe – das war immer so lustig, wie die Kambodschaner reagierten, als sie hörten, dass ich etwas Khmer spreche.

Im Moment ist Karl Meyer hier. Er ist über SES zu uns gekommen. SES (Senioren Experten Service) ist eine NGO aus Deutschland die immer wieder Senioren aus Deutschland in verschiedene Gebiete schickt um dort zu helfen.
Karl hat in Deutschland eine eigene Installationsfirma. Er kümmert sich jetzt bei uns drei Wochen lang um die Verbesserung des Abwassersystems und um die Renovierung einiger Sanitäranlagen.
Unsere Arbeiter arbeiten wirklich super und sind so froh, dass sie von Karl viel neues lernen können.
Bei den Fotos sieht man eh einige der Arbeiten von Karl.

Der letzte Bericht werde ich dann Mitte November online stellen – wahrscheinlich habe ich euch dann eh schon gesehen. Ich freue mich schon so darauf euch alle wieder zu sehen und mit euch im Clubraum zu sitzen. Ich lese immer wieder alte Mampfla Ausgaben und bin sehr oft auf der Pfadi Homepage. Langsam wirds wieder Zeit, dass ich zu euch komme.

Gut Pfad!
und viele liebe Grüße aus Tani
Raphael


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Leider komm ich erst nach 3 Monaten zu meinem ersten Bericht. Es gab in der Anfangszeit so viel Neues zu entdecken und auch zu tun. Deshalb diese Verspätung. Ich werde ab jetzt alle 3 Monate einen neuen Bericht auf die HP stellen. :)

Ich bin am 16. November am Abend in Phnom Penh angekommen. Dort wurde ich gleich beim Ausstieg aus dem Flugzeug von einer Hitzewelle getroffen und die Stadt kann man sich gar nicht vorstellen, wenn man nicht dort war. Der Verkehr ist das Wahnsinnigste dort! Am nächsten Tag sind wir (der ehemalige Zivildiener und zwei Volontärinnen) nach Tani ins Kinderdorf gefahren. Die Fahrt dauerte schöne zwei Stunden durch die wunderbare Landschaft von Kambodscha. Reisfelder, Palmen und nochmals Reisfelder.

Im Kinderdorf angekommen, wurde ich von allen herzlich begrüsst. Die nächsten Tage wurde ich von Felix, dem vorherigen Zivildiener herumgeführt und er hat mir erklärt was die Aufgaben des Zivildieners sind. Später habe ich noch mit ihm seine letzten offenen Aufgaben erledigt.  Ein absolutes Highlight war die Reisernte. Zuerst wird der Reis geschnitten und dann ein paar Tage noch weiter getrocknet. Die getrockneten Reishalme werden dann auf einer Pritsche geschlagen und der Reis fällt aus den Halmen.

Im Dezember und Jänner haben die Arbeiter des Kinderdorfs und ich mich um den Garten und die Farm gekümmert. Es ist beeindruckend wie Kambodschaner mit der Kuh Felder pflügen. Es sieht sehr leicht aus, ist aber voll schwer, zumindest für uns Europäer.

Mittlerweile arbeite ich an der Homepage von Tani, da diese Mal auf Vordermann gebracht werden sollte. Einen Elektroworkshop habe ich auch schon grob vorbereitet. Dieser Elektroworkshop soll den Arbeitern und den ältern Burschen helfen, Elektrizität zu verstehen und Hausinstallationen zu machen. Im Moment wissen die Leute hier nur, dass Strom weh tut und sie haben extreme Angst davor.

Zwischendurch bereiten die Volontärinnen und ich immer wieder Freizeitprogramm für die Kinder vor, da es oft passiert, dass der Lehrer nicht in der Schule ist oder er früher nach Hause geht.
Hier versuche ich immer wieder Elemente einzubauen, welche ich bei den Spähern gelernt habe.
DANKE SPÄHERLEITER!

In meiner Freizeit war ich schon mit einem der Arbeiter in der Nacht jagen. Das war ein Erlebnis. Mit Steinschleuder und Widerhakenstange Jagd auf Schlangen, Mäuse und andere Tiere. Das war der Hammer.

Der Leiter des Kinderdorfs, Bunthol, war mehrere Jahre bei den Pfadfindern hier in Kambodscha. Ich wollte schon Kontakt mit den Pfadfindern per Mail aufnehmen. Bis jetzt noch kein Erfolg, jedoch habe ich eine Adresse vom Büro in Phnom Penh. Bunthol hat mir schon gesagt, dass wenn wir das nächste Mal dort sind, mal vorbei schauen werden. Ich hoffe, dass sich dann was ergibt.

Gut Pfad und schöne Grüße aus Kambodscha

Raphael

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