Weihnachtsfeier 2016

 

Mit Orangen, Nelken und Sternen wurden alle Leiter, Altpfadis, Gilde und Elternratsmitglieder zu der Weihnachtsfeier am 10.12.2016 eingeladen. Wie immer, wusste keiner was uns erwarten wird. Der Treffpunkt war um 16:00 Uhr im Pfadiheim.

Die Einstimmung bekamen alle durch eine Geschichte, welche jedem von uns der Weihnachtsgedanke näher brachte. Als Symbol und kleine Aufgabe erhielt jeder ein kleines Stück Fell. Dieses wurde fleißig getauscht und brachte immer wieder ein Lächeln in die Gesichter. Nach ein paar Keksen und Punsch stiegen alle in die Busse ein. Das Reiseziel war bis dahin noch immer nicht bekannt. Erst am Parkplatz konnten wir uns etwas erahnen. Wir standen vor dem Versuchsstollen Hagerbach in Flums.

Eine spannende Führung mit Sprengtests und Nebellauf machten den Abend einzigartig. Als die vier davor eingeteilten Gruppen wieder zusammen waren, genossen wir  direkt im Stollen ein Abendessen. Nach der Heimfahrt zur späten Stunde, nützten noch einige den Abend bei einer geselligen Stimmung im Club.

Ein großes Dankeschön an die Gruppenleitung (Nicole, David und Michaela) für diesen wunderschönen und erlebnisreichen Abend.

 

Weihnachtsfeier 2016 (1)
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    Die kleinen Leute von Swabedoo


    Vor langer, langer Zeit lebten kleine Leute auf der Erde. Die meisten von ihnen wohnten im Dorf Swabedoo, und nannten sich Swabedoodhahs. Sie waren sehr glücklich und liefen herum mit einem Lächeln bis hinter die Ohren und grüßten jedermann.
    Was die Swabedoodhahs am meisten liebten, war, einander warme, weiche Fellchen zu schenken. Ein jeder von ihnen trug über seine Schulter einen Beutel, und der Beutel war angefüllt mit weichen Fellchen. So oft sich Swabedoodahs trafen, gab der eine dem anderen ein Fellchen.
    Es ist sehr schön, einem anderen ein warmes, weiches Fellchen zu schenken. Es sagt dem anderen, das er etwas besonderes ist.Und ebenso schön ist es, von einem anderen ein solches Fellchen zu bekommen. Du fühlst dich anerkannt und geliebt, wenn jemand dir ein Fellchen schenkt. Die kleinen Leute von Swabedoo gaben und bekamen gern warme, weiche Fellchen, und ihr ganzes Leben war ohne Zweifel sehr glücklich und fröhlich.


    Außerhalb des Dorfes, in einer kalten dunklen Höhle, wohnte ein großer, grüner Kobold. Eigentlich wollte er gar nicht allein dort draußen wohnen, und manchmal war er sehr einsam. Er hatte schon einige Male am Rande des Dorfes gestanden und sich gewünscht, er könnte mitten unter den fröhlichen Menschen sein - aber er hatte nichts, was er hätte dazu tun können.


    Einmal, als er einem kleinen Swabedoodah begegnete, und dieser ihm mit einem Lächeln ein Fellchen schenken wollte, lehnte er dieses ab und beugte sich stattdessen zu ihm herunter und flüsterte: "Du, hör mal, sei nur nicht so großzügig mit deinen Fellchen. Weißt du denn nicht, das du eines Tages kein Fellchen mehr besitzen wirst, wenn du sie einfach so an jeden verschenkst?" Dann tappte der Kobold mit seinen großen, grünen Füßen davon und ließ einen verwirrten und unglücklichen Swabedoodah am Waldrand zurück.
    Er war so unglücklich, das er überhaupt nicht über das, was er eben gehört hatte, nachdenken konnte. Denn eigentlich besaß jeder Swabedoodah einen unerschöpflichen Vorrat an Fellchen, und wenn er ein Fellchen verschenkte, bekam er sofort von einem anderen eines wieder - ein Leben lang. Auch der Kobold wusste dies, doch er verließ sich auf die Gutgläubigkeit der kleinen Leute.


    Vor seinem Haus in Swabedoo saß der kleine, verwirrte Swabedoodah und grübelte vor sich hin. Nicht lange, so kam ein guter Bekannter vorbei, mit dem er schon viele warme, weiche Fellchen getauscht hatte. Dieser griff in seinen Beutel und gab dem anderen ein Fellchen. Doch der kleine Mensch nahm es nicht freudig entgegen, sondern wehrte mit den Händen ab. "Nein, nein! Behalte es lieber, wer weiß, wie schnell der Vorrat abnehmen wird!" Der Freund verstand ihn nicht, zuckte nur mit den Schultern und ging mit seinem Fellchen mit leisem Gruß davon. Aber er nahm den wirren Gedanken mit, und am selben Abend konnte man noch dreimal im Dorf hören, das einer zum anderen sagte:" Tut mir leid, aber ich habe kein Fellchen für dich, ich muss darauf achten, das sie mir nicht ausgehen."
    Von da an überlegte sich jeder sehr gut, wann er ein Fellchen verschenkte. Man wurde mißtrauisch, beobachte sich argwöhnisch.
    Oben am Waldrand saß der Kobold, beobachte alles und rieb sich die Hände.


    Das Schlimmste von allem geschah ein wenig später. An der Gesundheit der kleinen Leute begann sich etwas zu ändern. Viele klagten über Schmerzen, und mit der Zeit befiel immer mehr Swabedoodahs eine Krankheit, die sich Rückgraterweichung nannte. Die kleinen Leute liefen gebückt, die Pelzbeutelchen schleiften auf der Erde. Viele glaubten, das Gewicht der Fellchen sei schuld und bald traf man kaum noch einen Swabewoodah mit einem Fellbeutel auf dem Rücken an.


    Der Kobold kam jetzt häufiger einmal ins Dorf der kleinen Leu-te. Aber niemand grüßte ihn mehr freundlich, niemand bot ihm ein Fellchen an. Stattdessen wurde er misstrauisch angestarrt, ebenso, wie die kleinen Leute sich untereinander anstarrten. Dem Kobold gefiel das recht gut, für ihn bedeutete dieses Ver-halten die "wirkliche Welt".
    Es ging den kleinen Leuten immer schlimmer, einige von ihnen starben. Nun war alles Glück aus dem Dorf verschwunden und die Trauer sehr groß.
    Der grüne Kobold war hiervon erschrocken, dies war es nicht, was er gewollt hatte. Er überlegte, was man machen könne und ihm fiel ein, das er eine Höhle mit kaltem stacheligem Gestein entdeckt hatte. Er liebte dieses Gestein, das so schön kalt war.


    Doch jetzt, wo er das Elend der kleinen Leute sah, wollte er diese, seine Steine, nicht mehr länger nur für sich behalten und schenkte sie in kleinen Beutelchen den dankbaren kleinen Leuten. Nur: Wenn sie einem anderen einen kalten, stacheligen Stein gaben, um ihm zu sagen, das sie ihn mochten, dann war dies kein angenehmes Gefühl. Es machte nicht sehr viel Spaß, diese Steine zu verschenken.
    Immer hatte man ein eigenartiges Ziehen im Herzen, wenn man so einen Stein bekam. Der Beschenkte war sich nie sicher, was der andere eigentlich damit meinte und oft blieb er mit leicht zerstochenen Fingern zurück.


    Dann wünschet der kleine Swabedoodah sich im Geheimen und ohne es je laut zu sagen, dass jemand ihm ein warmes, weiches Fellchen schenken möge. In seinen Träumen stellte er sich vor, wie sie sich alle mit lachenden, fröhlichen Gesicht Fellchen verschenkten. Aber wenn er aufwachte hielt ihn etwas davon ab, es auch wirklich zu tun.